Klinik-Clowns wieder auf der Station

Nach den langen Jahren der Pandemie durften wir nun die Klinik-Clowns das erste Mal wieder persönlich auf der Station begrüßen.

 

Es war allen Beteiligten ein Fest!

Kreatives Wirken in den Adventsateliers

An den beiden Freitagnachmittagen vor dem 1. und 3. Advent herrschte geschäftiges Treiben im Atelier Villa Wiese in der Bonner Südstadt.

 

Huda Neugebauer und Sabine Dick hatten die Patienten und ihre Geschwister zu diesen Kreativveranstaltungen ins Atelier eingeladen.

Hier hatten die Kinder die Möglichkeit mit verschiedenen Materialien wie Ton, verschiedenen Stiften, Flüssigfarben und jeder Menge Glitzer tätig zu werden und adventliche Dekorationen und Geschenke herzustellen. Für den adventlichen Rahmen sorgten Getränke, Kekse und weihnachtliche Hintergrundmusik. So entstanden jede Menge Baumanhänger, Tonschalen, Weihnachtskarten, Bilderrahmen

und Bilder, die die Kinder mit nach Hause nehmen konnten.

 

Wir wünschen allen Teilnehmenden und ihren Familien viel Freude mit den entstandenen Werken und ein Frohes Fest! Und wir freuen uns schon auf viele kreative Künstler für unser Winteratelier im Januar 2023. Den Termin werden wir rechtzeitig bekannt geben!

 

Herzliche Grüße,

Sabine Dick und Huda Neugebauer

Elche für das FAMILIENHAUS

In den Herbstferien erlebte unser FAMILIENHAUS erstmals einen Vorgeschmack, wie es sein wird, wenn es endlich mit Leben gefüllt ist: Mit dem Künstler Roman Lang – begleitet von unserer Kunsttherapeutin Sabine Dick – gestalteten Patienten und Geschwister die bisher triste Mauer des FAMILIENHAUS-Gartens mit den charakteristischen Elchen des Künstlers.

 

Sabine Dick ist noch immer gerührt: „"Die Idee von Roman Lang, die farbenfrohe Wandmalerei mit den Elchmotiven als „Mit mach“-Aktion gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen durchzuführen, finde ich großartig. Das künstlerische Arbeiten ermöglicht Kindern und Jugendlichen sich auf einer indirekten Ebene mit ihrer Situation auseinanderzusetzen. Die im Prozess gewonnenen Erfahrungen können von diesen auf ihren „Lebensalltag“ übertragen werden und ressourcenstärkend wirken. Das Gemeinschaftsgefühl, sowie die Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit werden gestärkt.“

 

Bei bestem Wetter waren die Kinder begeistert bei der „Arbeit“ und freuten sich, dass die von Ihnen geschaffenen Werke nachhaltig erhalten und für alle Besucher des Hauses sichtbar bleiben.

 

Und auch Roman Lang ist im Nachgang der Aktion beeindruckt: „Es freut mich natürlich sehr, wenn so positive Rückmeldungen kommen. Mir hat das ganze Projekt auch sehr, sehr viel Freude bereitet. Es war ein ganz besonderes Erlebnis mit den jungen Künstler*innen zusammen die Wand zu gestalten.“

 

Wir bedanken uns von Herzen bei Gisela Clement und Caitlin Hennen von der Agentur KURA Concepts, die dieses Projekt iniitiert haben, sowie bei Alexander Kukla und der Dr. Hans Riegel-Stiftung, die es mit einer großzügigen Spende erst ermöglichten.

#verstehendaseinhelfen #romanlang #kuraconcepts #krebskrankekinder #familienhausbonn

Klassissimo 2.0 - Schulteilhabe durch Avatare

Seit Herbst diesen Jahres sind bei uns zwei sogenannte Telepräsenzroboter im Einsatz. Damit lassen wir unser altbewährtes Projekt "Klassissimo" wieder aufleben. 

 

Kinder, die durch ihre Erkrankung oft wochen- oder sogar monatelang die Schule nicht besuchen dürfen, haben mit einem Avatar die Möglichkeit, über ein IPad oder einen Laptop aus der häuslichen Umgebung oder der Klinik heraus am Unterricht teilzuhaben. 

 

Der Avatar (Bild) steht im Klassenraum, bewegt sich mit einer optischen Linse zum jeweils Sprechenden und überträgt so, dass Unterrichtsgeschehen auf das Gerät des erkrankten Kindes. Das wiederum kann sich ebenfalls am Unterricht beteiligen, denn der Avatar gibt Sprachbeiträge über sein Mikrofon in der Klasse wieder. 

 

Lesen Sie im folgenden den Bericht von Klaus Janßen, dessen Tochter Mia den ersten Förderkreis-Avatar in Betrieb nehmen durfte. Ein wunderbares Beispiel, wie durch die Kooperation der Eltern, der Schule, der Sonderpädagogen der Kinderklinik und des Elternvereins Teilhabe wieder möglich wird.

 

„Als wir davon erfuhren, dass Mia für den ersten Einsatz des Förderkreis-Avatars ausgewählt wurde, waren wir gespannt, ob und wie es funktionieren würde. Wir fanden es toll, auf einem solch ungewöhnlichen und modernen Wege Mia wieder an ihre Klasse und die Mitarbeit im „normalen“ Schulunterricht heranzuführen. Als das Gerät dann eintraf, war die Spannung groß, doch zunächst schien der Avatar nichts anderes zu sein als eine schwenkbare Webcam mit Lautsprecher. Ob das wohl so ein großer Gewinn sein würde?

 

Dann war da noch das Thema Datenschutz, das aufgrund der Dreiecks-Beziehung zwischen Schule, Schulklasse und uns als Eltern eine kaum abbildbare Sondersituation darstellte. Doch schnell ließ sich beim Anbieter ein kompetenter Ansprechpartner finden; auch die Schule hat hierbei eine sehr konstruktive Rolle gespielt. So hat es erfreulicherweise nur wenige Tage gedauert, bis mit Blick auf den „Papierkram“ alles startklar war.

 

Auch in technischer Hinsicht verlief die Einrichtung unproblematisch. Glücklicherweise gab es in der Schule bereits in allen Klassenräumen WLAN-Router, denn damit funktionierte der Avatar problemlos, außerhalb der Klasse wird es im Gebäude allerdings schwieriger.

 

Anfang Februar haben wir den Avatar in der Schule gemeinsam mit der Klassenlehrerin Frau Engels und der Förderkreis-Heilpädagogin Frau Dick probeweise eingerichtet. Das klappte nach kurzen Startschwierigkeiten schon recht gut!

 

Im Anschluss an den Termin in der Schule haben wir das Gerät zunächst mit nach Hause nehmen dürfen, um es dort spielerisch kennenzulernen. Mia probierte es von beiden Seiten“ aus, auf ihrem iPad als auch am Avatar.

 

Mia war zwar auch nicht frei von Skepsis, fand den Avatar aber interessant und war gespannt darauf, ihn auszuprobieren. Gemeinsam mit der großen Schwester wurde er dann noch mit aufgeklebten Glitzerperlen personalisiert und wieder der Schule übergeben.

 

Wenig später war es dann so weit: Der Avatar durfte erstmals an Mias Stelle am regulären Unterricht teilnehmen. Mia nahm die Datenschutzbestimmungen sehr ernst (und tut das bis heute), so dass wir bei jedem Versuch, den Kopf zu ihr reinzustecken, direkt wieder „rausgescheucht“ wurden. Was wir jedoch an Geräuschkulisse mitbekommen haben, ließ darauf schließen, dass es für Frau Engels eine anstrengende Unterrichtsstunde gewesen sein muss – der Avatar stieß in der Klasse offenbar auf reges Interesse.

 

In den ersten Tagen wurde auch klar, dass die Verbindung ihre Empfindlichkeiten hat. So war der geplante Einsatz in Mias Zimmer suboptimal, da dort das WLAN für Aussetzer sorgte. Die daraus entstandene Lösung hat bis heute ihre Vorteile:  Wir haben Mia einen kleinen Schreibtisch ins Wohnzimmer gestellt, an dem sie am Unterricht teilnimmt und auch überwiegend ihre Hausaufgaben macht. Sie hat damit nun außerhalb ihres Zimmers einen Ort im Haus, an dem sie im wahrsten Sinne des Wortes „zur Schule geht“. Dies hilft ihr, Schule und Freizeit klar voneinander abzugrenzen.

 

Seither verläuft der Einsatz des Avatars sowohl technisch als auch hinsichtlich seines Einsatzes im Unterricht (erstaunlich) reibungslos. Mia macht es Spaß, wieder mit ihrer Klasse in Kontakt zu sein. So ist sie, wenn kein Unterricht stattfindet (etwa in den Ferien) offenkundig enttäuscht. Und als ich neulich einmal ihren Schul-Einsatz vergessen hatte und sie sich erst kurz vor Schulschluss einwählen konnte, waren ihre Worte: „Es tut mir so leid, dass ich so spät zur Schule gekommen bin.“ „Zur Schule gekommen“ also – für Mia ist das inzwischen ein „Zur-Schule-Gehen“ mit dem Avatar!

 

Von Anfang an und bis heute wird sie von der Klasse mit einem lauten „Guten-Morgen“-Ruf begrüßt, wenn sie sich zuschaltet, und nimmt gerne und aktiv am Unterricht teil. Und auch wenn die Klasse sich verabschiedet, schallt dies durch das ganze Haus.

 

Auch für die Schulklasse ist der Avatar schlicht „die Mia“. Unkompliziert, wie Grundschulkinder noch sind, hat die Klasse den Avatar schnell angenommen. Wenn Mia sich verbindet, gehen die Augen des Avatars an, und es ertönt ein leises Geräusch, durch das die Kinder mitbekommen, wenn „Mia in die Klasse kommt“. Wenn der Avatar noch nicht bereit ist, weisen die Kinder Frau Engels darauf hin: „Frau Engels, wir müssen die Mia noch holen!“. Als sei das Gerät Mia höchstselbst.

 

Auf den Schulhof oder zu Außen-Events könnte man den Avatar grundsätzlich auch mitnehmen. Davon haben wir und die Schule abgesehen. Zunächst einmal war niemandem so recht wohl bei dem Gedanken, dass ein Gerät dieser Preisklasse von Grundschülern außerhalb der Schule herumgetragen wird. Vor allem aber wäre das Thema Datenschutz, das mit der Klasse gut geregelt ist, schulweit und erst recht bei Beteiligung Dritter kaum in den Griff zu bekommen.

 

Anfangs hat Mia aber oft die Pausen mit kleinen Gruppen von Mitschülern verbracht, die dazu im Klassenraum geblieben sind und sich mit Mia unterhalten haben. Mia ist durch den Avatar in der Klasse präsent geblieben bzw. nach den Monaten im Krankenhaus wieder geworden.

 

Kurz vor den Sommerferien haben wir die Klasse dann noch einmal persönlich auf dem Schulhof treffen dürfen. Um mit Mia zu spielen und sie noch einmal „in echt“ zu sehen, sind die Klassenkameraden außerhalb der Pausenzeiten auf den Schulhof gekommen. Dass ein solcher Kontakt zur Schule noch da wäre, ohne dass wir den Avatar im Einsatz gehabt hätten, ist zumindest in dieser Form wenig wahrscheinlich.

 

Zusammenfassend lässt sich also sagen: Es funktioniert! Für Mia ist der Avatar eine tolle Möglichkeit, am normalen Unterricht teilzunehmen und den Kontakt zur Klasse zu halten. Sie wird mit einem guten Zeugnis in die dritte Klasse versetzt, nachdem sie das zweite Schuljahr seit Anfang August letzten Jahres außerhalb der Schule bewältigen musste. Dass der Einsatz des Avatars für Mia ein voller Erfolg war und ist, hängt ganz maßgeblich mit der tollen Kooperation mit der Schule und dem außergewöhnlichen Engagement und Pragmatismus von Schul- und Klassenleitung zusammen. Der Avatar, der zweifellos mehr Komplexität und Arbeit verursacht, wurde nie als lästig empfunden, sondern er war von Anfang an gern gesehen und wurde freudig und mit großem Einsatz angenommen und so erst wirklich zu einem Hilfsmittel mit großem Nutzen für Mia gemacht. Und dieser Nutzen ist dann am Ende das investierte Geld wirklich wert gewesen. Wir danken an dieser Stelle ganz herzlich Basketball Aid, denn nur durch diese Spende wurde es möglich: ein Avatar für Mia!

 

Klaus Janßen

 

Go for Gold - Internationaler Kinderkrebsmonat September

Auch in diesem Jahr im September wurden wir wieder laut für all die jungen Helden, die gerade gegen eine Krebserkrankung kämpfen oder eine solche überstanden haben. 

 

Und wir haben an die Superhelden erinnert, denen trotz aller Anstrengungen nicht geholfen werden konnte. Wir sind in Gedanken bei Ihnen und Ihren Familien.  

 

Aber was bedeutet die Diagnose Krebs im Kindesalter? Und wie hilft der Förderkreis?

 

Heute: Die Supportive Therapie als ein Teil der psychoonkologischen Begleitung

 

Die Grundprinzipien der psychoonkologischen Begleitung in der Kinderonkologie sind die ganzheitliche Betrachtung der Situation, Familienorientierung, das Wahrnehmen der Bedürfnisse des Individuums und die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Basierend auf diesen Grundprinzipien stellt die Supportive Therapie einen wichtigen Bestandteil in der psychoonkologischen Begleitung von Familien mit einem krebskranken Kind dar.

 

Diese Angebote setzen sich aus verschiedenen Bereichen, wie beispielsweise Erziehungsberatung, pädagogischen, kunsttherapeutischen und heilpädagogischen Elementen zusammen. Sie dienen u.a. der positiven Beeinflussung der Umstände der schwerwiegenden Erkrankung. Die Bereitstellung unserer Angebote beginnt schon mit der Diagnosestellung auf der Station und wird parallel zu den sehr belastenden Informationen durch die Diagnose, die die Familien erhalten eingesetzt.

Die durch die Diagnose entstandene Krise stellt den Alltag der Familien von jetzt auf gleich auf den Kopf und macht diesen nicht mehr gewohnt lebbar.

 

Niedrigschwellige Angebote im Bereich Spiel, Kreativität und Entspannung sollen kleine Inseln der Normalität darstellen. Durch die fortwährende Unterstützung zum Thema Krankheitsbewältigung/

-verarbeítung können die supportiven oben genannten Angebote die Patienten und Familien in ihrer Situation weiter stabilisieren. Sie beziehen sich nicht nur auf die Zeit der Akuttherapien, sondern haben auch für die Nachsorge eine große Bedeutung. Unsere Begleitung ist unbegrenzt, soweit diese für die Familien hilfreich ist. Im Rahmen eines uns zur Verfügung stehenden Netzwerkes leiten wir die Familien mit bestimmten Fragen/ Bedarfen an entsprechende Stelle weiter.

 

Ein Beispiel für die Begleitung einer jugendlichen Patientin während ihrer Therapie stellt die Geschichte von Anna dar:

 

Nach der Akuttherapie bekam sie relativ schnell ein Rezidiv und im weiteren Verlauf zeigte sich, dass ihre Erkrankung nicht mehr heilbar ist. Anna beschäftigte sich während ihrer gesamten Therapie kreativ, besonders gerne malte sie mit Acrylfarben auf Leinwänden. Durch das Angebot der kunsttherapeutischen Begleitung auf der Station nutzte sie ihre Kreativität in der letzten Phase ihres Lebens intensiv.

 

Es entstanden viele Bilder auf Leinwänden mit Acrylfarben, in denen sie Themen, die sie beschäftigten, zum Ausdruck brachte. So reiste sie in ihren Bildern in die Toskana und nach Afrika, setzte sich bildnerisch mit dem Thema Glauben auseinander und malte Bilder für ihre Eltern.

Die in dieser Phase entstandenen Werke wurden damals auf dem Flur der Station ausgestellt.

Besonders beeindruckend war ein Triptychon (ein dreiteiliges Gemälde/Tafel) zum Thema Jahreszeiten. Hier stellte sie einen Baum im Frühling, Im Sommer und im Herbst dar, ein Winterbild gab es nicht.

 

Ein Bild hinterließ sie mit dem Wunsch, dieses zugunsten des Förderkreises zu veräußern, damit auch andere Patienten die Möglichkeit nutzen können, sich kreativ zu beschäftigen und sich mit ihrer Erkrankung auseinanderzusetzen.

 

Workshops in den Ferien mit kreativen Schwerpunkten und anderen spannenden Themen, sowie erlebnispädagogische Angebote auf dem Reiterhof sind weitere supportive Angebote. Diese werden für Patienten und Geschwister angeboten und dienen u.a. der Stabilisierung der Geschwisterbeziehung. Ein weiterer wichtiger Aspekt hierbei ist, dass die Geschwister genau so viel Aufmerksamkeit wie die kranke Schwester oder der kranke Bruder erhalten. Patienten und Geschwister erleben eine gemeinsame Zeit, in der die Erkrankung nicht im Vordergrund steht.

Von ehemaligen Patienten, die diese Angebote wahrgenommen haben, erhalten wir oft die Rückmeldung, dass sie diese als hilfreich für ihre eigene Krankheitsbewältigung empfunden haben. Ein ehemals erkrankter Jugendlicher hat in den letzten Jahren schon einige dieser Workshops als Betreuer/ Mentor unterstützt, da er sie für sich selbst als hilfreich empfunden hat.

Perspektivisch sind auch wieder Angebote für die Eltern der betroffenen Kinder geplant, die leider in der Zeit der Pandemie nicht durchführbar waren.

 

Wenn Sie möchten, dann helfen Sie uns zu helfen. Denn jede Spende zählt. Von Herzen Danke!

 

Erste Reiterfreizeit nach zwei Jahren Pandemie

Bonn, 09.05.2022: Nach zwei Jahren Corona bedingter Pause war es am 1.Mai 2022 endlich wieder soweit: 15 Kinder aus Bonn und Köln machten sich mit ihren BetreuerInnen und der Dackeldame Frette auf den Weg zum Reiterhof Hirschberg in Großalmerode.

 

Diese erlebnispädagogische Freizeit wird im Rahmen der psychosozialen Nachsorge von krebserkrankten Kindern und ihrer Geschwister gemeinsam vom Förderkreis Bonn für krebskranke Kinder und Jugendliche e.V. und dem Förderverein für krebskranke Kinder e.V. Köln normalerweise jedes Jahr angeboten.

Unter dem Motto „Urlaub vom Schmerz“ unterstützt der Aachener Arzneimittelhersteller Grünenthal dieses Projekt seit 1993.

 

Fernab vom Klinikalltag haben die Kinder auf dem Reiterhof die Möglichkeit, neue Eindrücke und Perspektiven zu gewinnen, das Erfahrene zu verarbeiten und Freundschaften mit Gleichbetroffenen zu intensivieren. Der Umgang mit den Pferden und den anderen Tieren auf dem Hof stabilisiert die Kinder, bietet ihnen Ablenkung von ihrer Erkrankung und den damit verbundenen belastenden Erfahrungen sowie Erholung für Leib und Seele.

 

Auf dem Reiterhof angekommen wurden wir von dem Besitzer Robert und den 3 für uns zuständigen Reitlehrerinnen herzlich in Empfang genommen. Nachdem die Zimmer verteilt, die Koffer ausgepackt und die Betten bezogen waren, gab es eine kleine Stärkung und einen Hofrundgang. Und danach führten die Kinder beim Voltigieren schon die ersten akrobatischen Übungen auf den sich an einer Lounge im Kreis bewegenden Pferden/ Ponys aus. Die abwechslungsreichen, bunten Angebote ließen die folgenden Tage wie im Flug vergehen. Beim Pferdeputzen, Reitunterricht, Ausritten in die wunderschöne Umgebung, dem Herstellen von Pferdeleckerlies, dem Märchenreiten mit Anmalen der Ponys kam bei allen Beteiligten keine Langeweile auf.

 

Eine Schlepperfahrt im Anhänger eines Traktors zum Fledermaussee, der Ausflug in den Erlebnispark Ziegenhagen, ein Grillabend, Lagerfeuer mit gemeinsamen Singen und Stockbrot, sowie die Gruppenspiele Haus-Chaos und 1,2, oder 3  und natürlich der legendäre Discoabend füllten die Tage mit tollen Erlebnissen. Zwischendurch gab es auch noch Raum zum Ausleben der Kreativität. So hatten die Kinder am Ende der Woche gutgefüllte Taschen mit gestalteten und bemalten Hufeisen, Schmuck aus Schrumpffolie, selbst gebatikten T-Shirts und vielem mehr.

 

Und dann war er da, der Freitag, der Tag der Abfahrt: alle Kinder und auch die Erwachsenen waren ein bisschen traurig, dass die Woche schon zu Ende ging, auch wenn sich alle auf ihre Familien zu Hause freuten. Im Abschlusskreis fand noch die Siegerehrung für das Haus-Chaos-Spiel statt, es gab tolle Siegerurkunden !!!

 

Für alle Bonner und Kölner verteilten die Reitlehrerinnen Geschenke vom Reiterhof und die Kinder bedankten sich mit selbst gestalteten Tassen bei allen MitarbeiterInnen auf dem Hof, die uns in der Woche so wunderbar betreut und versorgt haben.

Osterferien-Workshops

Bonn, 18.04.2022: Wir schön, dass es uns in diesem Jahr wieder möglich ist, Ferienaktionen durchzuführen!

 

Am 12. April haben wir mit dem großen Waldabenteuer den Aufschlag gemacht.

Entdecken, Forschen Erleben : Gemeinsam mit unserer Heilpädagogin Sabine Dick und Stefan aus dem Haus der Natur haben wir uns die Ausstellung im Museum angeschaut. Im Bienenschaukasten wurde Ausschau nach der Bienenkönigin gehalten und gejubelt, als diese entdeckt wurde.

 

Anschließend ging es in den Frühlingswald. Hier gab es viel zu entdecken: Es wurde gelauscht, in einem Spiel mit verbundenen Augen der Partner anhand eines vorher vereinbarten Vogelgeräuschs gesucht, eine Waldpostkarte erstellt , die Frischlinge besucht und vieles mehr.

Nach der Führung gab es an der Imbissbude Pommes und Bratwurst und ein Eis durfte natürlich auch nicht fehlen. Die Zeit reichte auch noch für das Erkunden und ausprobieren des tollen Waldau Spielplatzes.

 

Am 13. April folgte direkt der zweite Oster-Aktionstag, ein Besuch auf dem Reiterhof Karolinenhöhe:

Sabine Dick besuchte mit mehreren Familien Hannah Schröders auf ihrem Reiterhof in Bad Münstereifel. Hier gab es ein tolles Programm: Pferde und Ponys kennenlernen, putzen und natürlich reiten und voltigieren. Auch kreative Angebote warteten auf die Kinder: Buttons herstellen, Hufeisen anmalen und Stofftaschen bemalen. Eine Traktorfahrt im Anhänger über das Gelände des Reiterhofs durfte natürlich auch nicht fehlen. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt und an der frischen Luft schmeckte die Pizza besonders gut.

 

Rundum gelungene Tage!

 

Internationaler Kinderkrebstag

Anlässlich des Internationalen Kinderkrebstages setzen wir ein Zeichen gegen den Kinderkrebs. Gemeinsam mit Schirmherrin, Oberbürgermeisterin Katja Dörner – lassen Vorstand, Mitarbeiter und (ehemals) Betroffene Luftballons als Zeichen der Solidarität und des Bewusstseins aufsteigen. Im Anschluss gibt es für alle Interessierten Raum für einen offenen Austausch.

 

Wann: 15. Februar 2022 / 15:00 Uhr

Wo: Bonner Marktplatz vor dem Alten Rathaus (ca. 10 m vor der großen Treppe)

 

Jährlich erkranken weltweit etwa 400.000 Kinder an Krebs, rund 2.200 in Deutschland. Auch wenn 4 von 5 Kindern dank moderner Behandlungsmöglichkeiten mittlerweile geheilt werden können, stellt eine Krebsdiagnose immer eine maximale Belastung für die gesamte Familie dar. Weil Kinderkrebs noch immer ein Tabuthema ist, wurde 2002 von einer weltweiten Vereinigung von Eltern krebskranker Kinder der Internationale Kinderkrebstag ins Leben gerufen. Er findet jedes Jahr am 15. Februar statt, in diesem Jahr unter dem Motto ‘#through your hands’. Besonders gewürdigt werden hierbei Ärzte, Pfleger und alle anderen Unterstützer, die positive Auswirkungen auf das Leben von Kindern und Jugendlichen mit Krebs haben. 

Oberbürgermeisterin Katja Dörner übernimmt Schirmherrschaft für den Förderkreis Bonn

Wir können gar nicht in Worte fassen, wie sehr wir uns freuen, dass Katja Dörner uns von nun an in unserer Mission unterstützt.

 

Schon im Juni dieses Jahres hatte die erste Bürgerin der Stadt bei der Einweihung des neuen Familienhauses auf dem Campus Venusberg bewegende Worte gefunden und dem Förderkreis weitere Unterstützung in Aussicht gestellt. „Die Begleitung eines kranken Kindes ist immer auch eine Ausnahmesituation für Angehörige. Nicht nur als Oberbürgermeisterin, sondern auch als Mutter weiß ich das Angebot des Förderkreises deswegen sehr zu schätzen und habe sehr gerne die Schirmherrschaft für diese wichtige Arbeit übernommen“, sagt sie nun über ihr neues Engagement. „Besonders freue ich mich auf die nun anstehende Weihnachtsaktion ‚ein BÄRENSTARKER Weihnachtsbaum‘: Im neuen Familienhaus an der Uni-Klinik wird für jede eingehende Spende ein Baumschmuck an den Weihnachtsbaum gehängt. Jeder Anhänger steht dabei für ein Stückchen Rückhalt und Hoffnung, das den kranken Kindern und ihren Familien geschenkt wird.“

 

Wir sagen: Von Herzen DANKE, liebe Katja Dörner! Wir freuen uns auf viele gemeinsame Aktionen, die den Kindern und ihren Familien helfen!

Immer wieder montags - Das Genießerfrühstück

In Zeiten von Corona ist alles anders. Daher muss man manchmal kreativ werden, um auch auf der Kinderstation den jungen Patienten und ihren Eltern den Aufenthalt etwas angenehmer zu gestalten.

 

Vor einiger Zeit fiel uns auf, dass sich manche Kinder und Jugendliche gemütlich auf die niedrige Fensterbank in den Zimmern setzen, um zu frühstücken. Dabei kam uns eine Idee.

Wir alle erinnern uns noch gut an das Mittwochsfrühstück, dass ehrenamtliche Helfer des Förderkreises in der alten Kinderklinik angeboten haben. Dabei konnten sich die Kinder auf der Station mit ihren Eltern zusammen nach Belieben bedienen. Dies war in Coronazeiten leider nicht mehr möglich. In Zusammenarbeit mit unserer Ernährungsberaterin, Diana Klassen, und dem Förderkreis-Küchenteam entstand so das „Genießer-Frühstück“!

 

Denn: Essen und Trinken ist Lebensqualität. Das gilt besonders in einer Situation, in der therapiebedingte Nebenwirkungen wie beispielsweise Appetitlosigkeit und Geschmacksveränderungen und die Einschränkungen der keimarmen Ernährung den Patienten häufig Probleme bereiten. Das Genießer-Frühstück bringt ein Stück dieser Lebensqualität zurück.

Dafür bestellt der Förderkreis beim Catering der Universitätsklinik Bonn eine kleine Auswahl an Fingerfood, dazu wird in der Stationsküche z.B. Rührei oder ein Obstsalat frisch zubereitet. Es gibt Mini-Croissants oder Laugengebäck und vieles mehr. Durch das Angebot besonderer Leckereien können wir den Alltag der ‚Bewohner‘ von Station 4 so deutlich auflockern.

 

In Zeiten in denen der Gedanke an Essen oft für ein Gefühl von Stress und Einschränkungen bei unseren Patienten und Eltern sorgt, können durch das Genießer-Frühstück positive Erlebnisse vermittelt werden. Gleichzeitig ist es für uns eine Chance aufzuzeigen, dass die Zeit der keimarmen Ernährung nicht nur eine Zeit des Verzichts sein muss. Unser Angebot hält sich streng an alle Regeln und bietet trotzdem sehr viel Abwechslung und Genuss.

 

Das Genießer-Frühstück ist außerdem eine tolle Gelegenheit, wie Diana Klassen mit den Kindern, Jugendlichen und Eltern auf zwanglose Weise in Kontakt zu kommen. Denn das Thema Ernährung während einer Krebserkrankung bedingt sehr viel Aufklärungsarbeit.

 

Jeden Montagmorgen gehen wir also von Zimmer zu Zimmer und die Jungen und Mädchen können zusätzlich zum Stationsessen aus einer kleinen Speisekarte auswählen, was sie essen möchten. Die Tabletts werden liebevoll mit jahreszeitlicher Dekoration und Servietten vorbereitet. Ein kleines Spielzeug für die Kinder liegt auch immer dabei. So macht das Essen gleich noch mehr Spaß. Die Atmosphäre beim Essen kann aus ernährungspsychologischer Sicht einen großen Einfluss haben. Die liebevolle Dekoration kann dabei schon viel bewirken.

 

Wir haben schon oft erlebt, dass die Kinder und ihr Elternteil „einmal Alles“ bestellen. Die Freude darüber, wenn wir das Frühstück in die Zimmer bringen, ist dabei jede Mühe wert!

GO FOR GOLD: Aktionsmonat für Kinderkrebs im September

 

Krebs im Kindesalter ist nicht selten und wird es nie sein. 2000 Kinder erkranken jährlich in Deutschland an Krebs, 250.000 weltweit. Und weil diese kleinen Helden, Überlebenden, aber auch die Kinder, von denen wir uns verabschieden mussten, es verdienen, wahrgenommen und gehört zu werden, lassen wir den September in GOLD erstrahlen!

 

Kinder, die an Krebs erkranken, sind vollständig auf ihre Eltern angewiesen. Plötzlich reicht es für die Eltern nicht mehr aus, Halt zu geben, sondern es wird Betreuung rund um die Uhr erfordert. Die Planung des Urlaubs weicht der Aneignung von medizinischen Fachkenntnissen, um informiert Entscheidungen von unvorstellbarer Tragweite zu treffen. Jobs müssen für die Zeit der Behandlung ruhen, das Zuhause wird für die oftmals lange und hochbelastende Therapie zurückgelassen, Angst und Sorge überlagern die gewohnte familiäre Sicherheit.

 

Weil all dies Familien an ihre Grenzen führt und leider oft darüber hinaus, ist es wichtig, dass wir alle darüber reden. Darüber, DASS Kinder an Krebs erkranken, auch während Pandemien, auch während Naturkatastrophen und auch während des Wahlkampfs. Um für die betroffenen Kinder und ihre Familien laut zu werden, tauchen wir den September in GOLD.

 

Wir werden in den kommenden Wochen das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten – aus Sicht der Betroffenen, der Ärzte, der Pflege und des Psychosozialen Dienstes. Auch unsere Arbeit werden wir hierbei nicht unerwähnt lassen, denn es gibt viele Wege, sich zu engagieren. So laden wir Sie alle herzlich ein, mitzumachen, und mit uns zusammen Menschen für dieses durchaus nicht leicht verdauliche Thema zu sensibilisieren. Ein guter Anfang ist es zum Beispiel, diesen und andere Beiträge in unseren sozialen Medien zu teilen, einen Kommentar zu verfassen... oder einfach einen Ihnen nahe stehenden Menschen, einen Kollegen oder Nachbarn darauf anzusprechen.

 

Es wird nicht leicht, aber zusammen können wir dieses Thema in diese turbulenten Zeiten weiter tragen. Und wenn Sie uns in den kommenden Wochen mit einer GOLDENEN Schleife am Revers sehen, dann wissen Sie warum…

 

Ihr Förderkreis-Team

Go Gold in September                                                    Kinderkrebs aus Sicht der Erzieherinnen

 

 Die Bereitstellung eines kreativen und spielerischen Angebots während der Akuttherapie und in der Nachsorge unserer Patienten stellt einen wichtigen Baustein in der individuellen psychosozialen Begleitung unserer Familien dar. Der spielerische Umgang mit verschiedenen Materialien ermöglicht es den Kindern und Jugendlichen Gefühlen, Wünschen und Vorstellungen einen Ausdruck zu verleihen.

Was nicht durch Worte geäußert werden kann, kann durch Malen, plastisches Gestalten oder auch im Spiel ausgedrückt und dargestellt und somit aus einer anderen Perspektive betrachtet werden.

 

Sehr beeindruckend war es dabei für mich zu erleben, dass z.B. ein Jugendlicher, nachdem er die Diagnose eines Hirntumors erhalten hatte, diesen auf eine Leinwand gemalt und sich so mit der Situation seiner Erkrankung auseinandergesetzt hat.

 

Die mit der Erkrankung verbundenen Hygienemaßnahmen und Kontaktbeschränkungen verändern das Leben der Patienten und ihrer Angehörigen massiv. Viele Aktivitäten, wie z. B., der Besuch eines Spielplatzes, der vorher ein selbstverständlicher Bestandteil des Alltags waren sind nicht mehr möglich.

Kreative Angebote, wie das Matschen mit Fingerfarben oder Rasierschaum, das Gestalten mit kinetischem Spielsand oder Knete bieten hier unter Einhaltung der hygienischen Anforderungen einen gewissen Ausgleich. Dabei lässt sich beobachten, dass die Kinder im Prozess des Matschens in Selbstvergessenheit versinken, sichtlich entspannen und eine offensichtliche Freude bei ihrem Tun empfinden.

 

 Auch das Spiel hat eine hohe Bedeutsamkeit. So kann die Puppenküche beispielsweise zum Behandlungszimmer werden. Der Dinosaurier mag seine Medikamente nicht nehmen, weil sie besonders scheußlich schmecken. Viele Kinder drücken ihr inneres Erleben im Spiel aus. Viele Beobachtungen und das gemeinsame Agieren ermöglichen es mir, die Kinder und Jugendlichen und ihre Bedürfnisse besser kennenzulernen. Die Erkenntnisse daraus und der Austausch mit den Kollegen und Kolleginnen bilden die Grundlage dafür, gemeinsam Impulse und Ideen zu entwickeln, um die Patienten und auch ihre Angehörigen in dieser besonderen Situation zu begleiten und zu unterstützen.

 

Aspekte der Stärkung von Ressourcen, Autonomie, Selbstwirksamkeit, sowie des Selbstwertgefühls und des Selbstbewusstseins sind besonders wichtig. Ängste und Sorgen begleiten jungen Patienten in der Zeit der Erkrankung und häufig auch danach. Auch hier kann das kreative Arbeiten eine hilfreiche Unterstützung bieten.  Ein Junge hatte z. B. in der Zeit seiner Transplantation große Schwierigkeiten zu schlafen. In gemeinsamen Überlegungen, was ihm dabei helfen könnte, erzählte er mir, dass ihm die Star Wars Figuren Kraft geben. Also gestalteten wir einen Star Wars Traumfänger für ihn. Nach einigen Tagen berichtete er, dass er nun besser schlafen könne, nicht mehr so häufig aufwache und weniger Angst habe.

 

Dank der Menschen die uns bei unserer Arbeit unterstützen, verfügen wir über ein großes Repertoire an Materialien für unsere kreative und spielerische Arbeit. Dadurch ist es uns möglich Patienten und Angehörige aller Altersstufen, vom Baby bis zum Erwachsenen zu versorgen. Aus den Rückmeldungen vieler Familien wissen wir, dass die vielfältige Ausstattung an Spielsachen und kreativem Material zum Wohlbefinden dieser auf der Station beiträgt. Ob es das Kinderfahrrad ist, welches beim Einchecken auf der Station freudig begrüßt und mit dem sofort eine Runde über diese gedreht wird oder ein bestimmtes Spiel, welches nur während des stationären Aufenthalts gespielt wird.

 

Auch nach fast 20 Jahren empfinde ich meine Tätigkeit auf der Station und im Förderkreis noch immer als eine positive und bereichernde Herausforderung. So individuell wie die Menschen sind, denen ich dort begegne, so individuell und spannend sind die Erfahrungen, die ich dort sammeln darf.

 

Ihre Sabine Dick

Erzieherin, Kunsttherapeutin und staatl. anerkannte Heilpädagogin

Der Förderkreis bei der Lokalzeit Bonn

Im Dezember war unsere stellvertretende Vorstandsvorsitzende, Ursula Roos, zum Thema Haarspende in der Lokalzeit Bonn im WDR eingeladen. Wir finden das großartig und bedanken uns sehr herzlich für diesen wunderbaren Beitrag. ❤️

Diesen Beitrag können Sie sich hier in der Mediathek des WDR anschauen.


Blue Light Night am Eltern-Kind-Zentrum

 

Am 08.12. war es endlich soweit: Nach Wochen der Planung und der Organisation, der Besichtigungen und der Terminierung, konnte auf dem Gelände des Universitätsklinikum Bonn, direkt vor dem Eltern-Kind-Zentrum, die (unseres Wissens nach sogar deutschlandweit erste!) "BLUE LIGHT NIGHT" stattfinden.

 

Ab 17 Uhr nahmen verschiedenste Einsatzfahrzeuge Aufstellung, um pünktlich um 17.30 das Eltern-Kind-Zentrum in Blaulicht zu hüllen und den Kindern so zu zeigen, dass es da draußen viele Menschen gibt, die an sie, ihre Eltern und das Krankenhauspersonal denken.

 

Bestaunen konnten die jungen Patienten dabei Fahrzeuge von u.a. der Bundespolizei, die mit einigen Sonderfahrzeugen (u. A. Pickup-Truck „All-Cops-Are-Beautiful“) vor Ort war, wie auch der Kriminalpolizei des Bundes; des Bundeskriminalamts, der Polizei der Bundeswehr-Feldjäger, des Technischen Hilfswerks, des Deutschen Roten Kreuzes, der DLRG, des Arbeiter-Samariter-Bunds, der Johanniter, der Malteser und einiger Privatpersonen mit Einsatzfahrzeug-Oldtimern, u.a. einem echten US-Feuerwehr-Truck und echten LAPD-Motorrädern. Auch das TributeCopCar Germany war als ehemaliges US-Polizeifahrzeug vor Ort.

 

Die Kinder mussten natürlich auch nicht untätig bleiben, so hatten uns die Stadtwerke Bonn zum Beispiel eine große Kiste mit Taschenlampen gespendet, mit denen die Kinder den Besatzungen der Einsatzfahrzeuge ihre eigenen Leuchtsignale geben und so 'zurückwinken' konnten. Vom Veranstalter selbst gab es Laserschwerter, mit denen dies ebenso möglich war.

 

Höhepunkt der Aktion war der große Polizei-Roboter, der sich um das Haus bewegte und den Kindern so nochmal etwas näherkommen konnte. Hierbei hielten sich natürlich alle Besucher und Teilnehmer an die Hygiene- und Abstandsregeln.

 

„Wir bedanken uns sehr herzlich beim Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche Bonn e.V., auf dessen Vermittlung die Blue Light Night am UKB stattfinden konnte. Die kleinen Patientinnen und Patienten haben eine weitere tolle vorweihnachtliche Aktion nach strengem Hygiene-Konzept erlebt und so ein bisschen das Gefühl von Normalität in einer schweren Zeit vermittelt bekommen“, sagt Prof. Holzgreve, der Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende des UKB.

 

Ein ganz besonderes Dankeschön möchten wir an dieser Stelle nochmal den städtischen Behörden zukommen lassen, die all dies ermöglicht haben, und außerdem den Stadtwerken Bonn, dass sie den Kindern geholfen haben, mit den Taschenlampen den Autos entgegen funkeln zu können.

Nicht zuletzt möchten wir ein ganz besonders warmiges Dankeschön an Herrn Bach und der „The Thin Blue Line" tribute cop-car Germany senden, der als Organisator großartige Arbeit geleistet und dieses wunderschöne Event erst ermöglicht hat! Ihr alle seid die Besten!


Die Gewinner des T-Shirt-Wettbewerbs stehen fest

In unserer vorletzten Bärenstark-Ausgabe im Mai hatten wir im Rahmen eines großen Malwettbewerbs zum Entwerfen von T-Shirts ausgerufen. Viele unserer jungen Leser und auch junge Patienten auf der Station haben an dieser Aktion teilgenommen. Das finden wir großartig!

 

Nun gehen endlich die Preise auf die Reise zu den Gewinnern. Neben den zwei Hauptgewinnen von je einem Phantasialand-Gutschein über 100 Euro dürfen sich auch alle anderen Teilnehmer über ein Geschenk freuen.

Diese haben wir jetzt, ganz weihnachtlich, schön verpackt hoffen, dass sie den kleinen Künstlern Freude bereiten.

 

An alle jungen Künstler noch einmal ein großes Dankeschön, dass sie mit ihren Kunstwerken unsere en berührt haben! Wir hoffen, Eure Geschenke gefallen Euch!


Gemeinsam unter dem Regenbogen

Am vorigen Mittwoch, den 19.08., durfte sich die Belegschaft des Eltern-Kind-Zentrums (ElKi) an der Universitätsklinik Bonn über den Besuch der 28. Regenbogenfahrt freuen.

Hierbei fahren jedes Jahr ehemalige Krebspatienten über den Zeitraum von etwa einer Woche verschiedene Kliniken mit Fahrrädern ab, um den jungen Patienten Hoffnung zu spenden.

 

Die diesjährige Regenbogenfahrt musste aufgrund der Coronavirus-Pandemie leider regional und in kleineren Gruppen und Etappen stattfinden. Dadurch konnten jedoch rund 50 Kliniken in ganz Deutschland angefahren werden.

Mit dabei war unsere Studentin und ehemalige Patientin, Annika Karwanska. Sie hat uns erzählt, wie sie die Tage erlebt hat:

 

„Von Köln aus, ging es über die Uniklinik in Sankt Augustin, hoch zum Venusberg nach Bonn, wo wir nach 60km -lichst mit kalten Getränken und einer Stärkung empfangen wurden. Dabei hatten wir verschiedene Geschenke an die Station, so wie Bänder in Regenbogenfarben, USB-Bänder mit den Steckbriefen aller teilnehmenden Fahrer, Regenbogen-Mutperlen, ein großes Foto und dem Lied der Regenbogenfahrt, eingesungen von allen Teilnehmern. Außerdem auch eine selbstgemachte Kerze zum Gedenken an die Kinder, die ihre Erkrankung nicht überlebt haben.

Empfangen hat uns hier auch ein junger ,,Survivor", der sich ganz besonders über unseren Besuch gefreut und uns nachher sogar noch ein Stück begleitet hat.

War die diesjährige Regenbogenfahrt anders als sonst? Sicherlich, aber aufgrund der lieben Empfänge und mit unserer Mission im Hinterkopf, dennoch bewegend und eindrucksvoll. Danke, dass ich dabei sein durfte.“


Die Regenbogenfahrer sind wieder unterwegs

Und unsere Studentin im Dualen Studium „Gesundheitsmanagement“ und ehemalige Patientin Annika Karwanska ist mit dabei!

 

Die 28. Regenbogenfahrt 2020 wird in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie mit einem anderen Konzept starten: Einzeln oder in kleinen Gruppen sind die ehemaligen jungen Krebspatienten vom 15. bis 22. August mit dem Fahrrad unterwegs. So besuchen sie rund 50 Kinderkrebs-Zentren deutschlandweit. Im Gepäck haben sie ein Päckchen, das Regenbogenarmbänder, Mutperlen und einen USB-Stick mit einer Video-Botschaft enthält.

 

Das Besondere an der Regenbogenfahrt ist, dass die erwachsenen Tour-Teilnehmer alle im Kindes- und Jugendalter selbst an Krebs erkrankt waren. Sie besuchen die jungen Patienten und ihre Familien in den Kliniken und wollen ihnen damit in der anstrengenden und belastenden Zeit der Therapie, Mut und Zuversicht vermitteln. Mit ihrem Engagement demonstrieren sie auch, dass nach einer Krebserkrankung sportliche Höchstleistungen möglich sind.

 

Wir bedanken uns von Herzen für dieses immer wieder tolle Engagement und freuen uns auf ihren Besuch an der Universitäts-Kinderklinik Bonn morgen um 13 Uhr! 


Wie sieht eigentlich jetzt die Arbeit auf der Station aus?

Natürlich ist nicht nur das Elternhaus und die Förderkreis-Geschäftsstelle von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen, sondern auch – und insbesondere – die kinderonkologische Station.

Wie können unsere Mitarbeiter also nun dort noch arbeiten?

 

Die Antwort ist: Ganz anders als bisher. Zum einen arbeiten das psychosoziale Team in Wechselschichten, um so die Kontakte und somit das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten. Die Kollegen, die nicht in der Klinik anwesend sind, arbeiten im Homeoffice. Zum anderen müssen alle Elterngespräche oder auch Termine, wie z.B. das Tumorboard, an dem unsere Psychoonkologin, Brigitte von Schweinitz, regelmäßig teilnimmt, per Zoom-Meeting oder als Telefonkonferenz stattfinden. Auch Aufnahme- oder Aufklärungsgespräche müssen größtenteils telefonisch durchgeführt werden. Glücklicherweise hängen Portraits aller Stations- und Förderkreis-Mitarbeiter in den Fluren der Station, so dass die Eltern zumindest ein Gesicht zu ihrem Gesprächspartner haben.

 

Auch die Arbeitszeiten haben sich verändert. Im Grunde genommen sind unsere Mitarbeiter derzeit Tag und Nacht für die Eltern der kleinen Patienten da, telefonisch, per E-Mail oder per WhatsApp. So gehören Headsets und Laptops nun auch zur Grundausstattung unseres Fachpersonals. Besondere Situationen erfordern einfach besondere Maßnahmen.

 

Dennoch ist der persönliche Kontakt nicht zu ersetzen. Die Schutzmaßnahmen während der Corona-Pandemie, die ohne Zweifel überlebensnotwendig sind, treffen unsere Familien hart. Die erkrankten Kinder, die aufgrund Ihres durch die Therapie supprimierten Immunsystems schon immer stark abgeschirmt waren, müssen nun vollständig isoliert werden. Nur noch ein Elternteil, darf die Station betreten. Geschwister, Großeltern oder Freunde haben keinen Zutritt mehr.

 

Auch unsere Erzieherinnen dürfen ihrer Arbeit derzeit nicht mehr direkt am Patienten nachgehen. Spiel- Bastel- oder andere Beschäftigungsangebote im Krankenzimmer sind nicht mehr möglich. Darum war auch hier ein Umdenken nötig. So sind Sabine Dick und Heike Engelsing für die Eltern im Patienten-Aufenthaltsraum ansprechbar und geben von dort aus Tipps und Anregungen für Beschäftigung. Seit Kurzem stellen Sie dort auch Kreativboxen zur Verfügung. So kann z.B. zwischen „Papierflieger basteln“, „Betonschalen gießen“ oder „Perlenarmbänder gestalten“ ausgewählt werden.

 

Seit Mitte Juli kommen endlich auch wieder die Klinik-Clowns zur „Visite“. Kontaktlos und absolut hygienisch werden sie dank der förderkreiseigenen Tablets auf einem Wägelchen in die Zimmer gerollt und bespaßen alle, die bespaßt werden wollen. Das Küchenteam des Förderkreises sorgt dafür, dass das Tablet von Zimmer zu Zimmer gerollt wird. Eine willkommene Ablenkung, denn der Elternteil, der zurzeit ein krankes Kind auf der Station begleitet, ist vollkommen auf sich allein gestellt. Er kann nicht mehr von einem anderen Familienmitglied abgelöst werden, oder kurz an der frischen Luft durchatmen, während ein Förderkreis-Mitarbeiter mit dem Kind im Zimmer bastelt.

 

Corona ist für die von uns betreuten Familien eine doppelte Belastung. Darum versuchen wir zu helfen, wie und wo es möglich ist. Danke, dass Sie uns dabei zur Seite stehen.

 

Verstehen. Da sein. Helfen. 


Die Online Clowns-Visite auf Station 4

Seit dem 9. Juli endlich wieder auf Station:

kontaktlos, absolut hygienisch, aber dafür umso spaßiger: Die online Clowns-Visite via Tablet!

 

Dank des förderkreiseigenen Tablets können die Clowns die Kinder endlich wieder besuchen.

Einmal die Woche kommen sie auf einem Wägelchen in die Zimmer gerollt und bespaßen alle, die bespaßt werden wollen. Das Küchenteam des Förderkreises sorgt dafür, dass das Tablet von Zimmer zu Zimmer gerollt wird. Auch wenn die Clownsvisite kontaktlos ist, wird dennoch das Equipment zwischen den einzelnen Patienten desinfiziert, denn Sicherheit geht natürlich vor.

 

Doch all das Desinfektionsmittel konnte den Spaß nicht nehmen, aus den Zimmern war eindeutig lautes Lachen zu hören. Danke, Clowns!


Abschied von der Kinderklinik

Nun ist es soweit: Am kommenden Montag zieht die Universitäts-Kinderklinik um. Damit ändert sich auch der Wirkungsort einiger unserer Mitarbeiter. Sie sagen „Auf Wiedersehen, Adenauerallee“ nach bis zu 33 Jahren!

 

Die letzten Wochen waren also nicht nur durch die Corona-Krise außergewöhnlich, sondern auch geprägt von intensivem Ausmisten, Sortieren und Packen.

 

Am Montag, dem 4. Mai, startet dann der erste Arbeitstag im neuen Eltern-Kind-Zentrum (ELKI) auf dem Venusberg. Auf der kinder-onkologischen Station werden wir unsere Hilfsleistungen selbstverständlich weiter anbieten. So wird Brigitte von Schweinitz die Patienten und Eltern in allen psychosozialen Belangen beraten und die Erzieherinnen Sabine Dick und Heike Engelsing den Kindern und Jugendlichen mit zahlreichen Beschäftigungsangeboten zur Seite stehen sowohl auf den Patientenzimmern also auch im neuen Spielzimmer.  

 

Wenn dann unser FAMILIENHAUS voraussichtlich im August ebenfalls eröffnet, können sie Ihre Angebote in den großzügigen Büro- und Kreativ- und Bewegungsräumen noch einmal deutlich ausweiten.

 

Wir wünschen einen guten Start und freuen uns darauf, so bald wie möglich nachzufolgen! 


Wie sieht eigentlich jetzt der Alltag im Elternhaus aus?

Seit Bekanntwerden der Ausbreitung des Corona Virus arbeiten wir im Elternhaus unter anderen Bedingungen, denn das Virus bedeutet für die erkrankten Kinder und ihre Familien eine doppelte Belastung.

 

Nicht nur bedroht das Virus das geschwächte Immunsystem und damit direkt das Leben der kleinen Patienten, auch die zusätzliche Isolierung macht den Familien zu schaffen.

 

Darum versuchen wir die Gefahr einer Infektion im Elternhaus maximal zu reduzieren und haben einige Maßnahmen durchgeführt.

U.a. wurde der Besucherverkehr wurde so gut wie eingestellt. In dringenden Fällen empfangen wir Gäste vor dem Haus. Wir tragen Atemschutzmasken und arbeiten in Wechselschichten, um auch die Kontakte untereinander zu minimieren. Mitarbeiter der Risikogruppe arbeiten, wenn möglich, im Homeoffice. Alle öffentlich zugänglichen Flächen werden von unserer Hauswirtschaft zweimal täglich gereinigt und desinfiziert.

 

Wir müssen sagen, das Arbeiten unter diesen Bedingungen ist nicht immer einfach. Uns fehlt der Austausch untereinander und das „bunte Treiben“, das sonst bei uns herrscht. Oft herrscht eine ungewohnte Stille, denn auch die Mitarbeiter mit kleinen oder schulpflichtigen Kindern müssen von Zuhause aus arbeiten.

 

Dennoch versuchen wir – insbesondere für unsere Bewohner – eine gewisse Normalität zu erhalten. Denn wir wissen, wie wichtig diese kleine Zerstreuung und dieser Hauch von Normalität für sie ist, wenn sie aus der Klinik zu uns kommen.

 

Darum möchten wir heute all unseren Mitarbeitern ein riesengroßes Dankeschön sagen, die in dieser schweren Zeit Tag für Tag ihr Bestes geben!

 

Gemeinsam auf Abstand – wir schaffen das!


Der Förderkreis bekommt ein neues Gesicht

Warum wir Neues wagen und Bewährtes erhalten