Gemeinsam unter dem Regenbogen

Am vorigen Mittwoch, den 19.08., durfte sich die Belegschaft des Eltern-Kind-Zentrums (ElKi) an der Universitätsklinik Bonn über den Besuch der 28. Regenbogenfahrt freuen.

Hierbei fahren jedes Jahr ehemalige Krebspatienten über den Zeitraum von etwa einer Woche verschiedene Kliniken mit Fahrrädern ab, um den jungen Patienten Hoffnung zu spenden.

 

Die diesjährige Regenbogenfahrt musste aufgrund der Coronavirus-Pandemie leider regional und in kleineren Gruppen und Etappen stattfinden. Dadurch konnten jedoch rund 50 Kliniken in ganz Deutschland angefahren werden.

Mit dabei war unsere Studentin und ehemalige Patientin, Annika Karwanska. Sie hat uns erzählt, wie sie die Tage erlebt hat:

 

„Von Köln aus, ging es über die Uniklinik in Sankt Augustin, hoch zum Venusberg nach Bonn, wo wir nach 60km -lichst mit kalten Getränken und einer Stärkung empfangen wurden. Dabei hatten wir verschiedene Geschenke an die Station, so wie Bänder in Regenbogenfarben, USB-Bänder mit den Steckbriefen aller teilnehmenden Fahrer, Regenbogen-Mutperlen, ein großes Foto und dem Lied der Regenbogenfahrt, eingesungen von allen Teilnehmern. Außerdem auch eine selbstgemachte Kerze zum Gedenken an die Kinder, die ihre Erkrankung nicht überlebt haben.

Empfangen hat uns hier auch ein junger ,,Survivor", der sich ganz besonders über unseren Besuch gefreut und uns nachher sogar noch ein Stück begleitet hat.

War die diesjährige Regenbogenfahrt anders als sonst? Sicherlich, aber aufgrund der lieben Empfänge und mit unserer Mission im Hinterkopf, dennoch bewegend und eindrucksvoll. Danke, dass ich dabei sein durfte.“


Die Regenbogenfahrer sind wieder unterwegs

Und unsere Studentin im Dualen Studium „Gesundheitsmanagement“ und ehemalige Patientin Annika Karwanska ist mit dabei!

 

Die 28. Regenbogenfahrt 2020 wird in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie mit einem anderen Konzept starten: Einzeln oder in kleinen Gruppen sind die ehemaligen jungen Krebspatienten vom 15. bis 22. August mit dem Fahrrad unterwegs. So besuchen sie rund 50 Kinderkrebs-Zentren deutschlandweit. Im Gepäck haben sie ein Päckchen, das Regenbogenarmbänder, Mutperlen und einen USB-Stick mit einer Video-Botschaft enthält.

 

Das Besondere an der Regenbogenfahrt ist, dass die erwachsenen Tour-Teilnehmer alle im Kindes- und Jugendalter selbst an Krebs erkrankt waren. Sie besuchen die jungen Patienten und ihre Familien in den Kliniken und wollen ihnen damit in der anstrengenden und belastenden Zeit der Therapie, Mut und Zuversicht vermitteln. Mit ihrem Engagement demonstrieren sie auch, dass nach einer Krebserkrankung sportliche Höchstleistungen möglich sind.

 

Wir bedanken uns von Herzen für dieses immer wieder tolle Engagement und freuen uns auf ihren Besuch an der Universitäts-Kinderklinik Bonn morgen um 13 Uhr! 


Wie sieht eigentlich jetzt die Arbeit auf der Station aus?

Natürlich ist nicht nur das Elternhaus und die Förderkreis-Geschäftsstelle von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen, sondern auch – und insbesondere – die kinderonkologische Station.

Wie können unsere Mitarbeiter also nun dort noch arbeiten?

 

Die Antwort ist: Ganz anders als bisher. Zum einen arbeiten das psychosoziale Team in Wechselschichten, um so die Kontakte und somit das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten. Die Kollegen, die nicht in der Klinik anwesend sind, arbeiten im Homeoffice. Zum anderen müssen alle Elterngespräche oder auch Termine, wie z.B. das Tumorboard, an dem unsere Psychoonkologin, Brigitte von Schweinitz, regelmäßig teilnimmt, per Zoom-Meeting oder als Telefonkonferenz stattfinden. Auch Aufnahme- oder Aufklärungsgespräche müssen größtenteils telefonisch durchgeführt werden. Glücklicherweise hängen Portraits aller Stations- und Förderkreis-Mitarbeiter in den Fluren der Station, so dass die Eltern zumindest ein Gesicht zu ihrem Gesprächspartner haben.

 

Auch die Arbeitszeiten haben sich verändert. Im Grunde genommen sind unsere Mitarbeiter derzeit Tag und Nacht für die Eltern der kleinen Patienten da, telefonisch, per E-Mail oder per WhatsApp. So gehören Headsets und Laptops nun auch zur Grundausstattung unseres Fachpersonals. Besondere Situationen erfordern einfach besondere Maßnahmen.

 

Dennoch ist der persönliche Kontakt nicht zu ersetzen. Die Schutzmaßnahmen während der Corona-Pandemie, die ohne Zweifel überlebensnotwendig sind, treffen unsere Familien hart. Die erkrankten Kinder, die aufgrund Ihres durch die Therapie supprimierten Immunsystems schon immer stark abgeschirmt waren, müssen nun vollständig isoliert werden. Nur noch ein Elternteil, darf die Station betreten. Geschwister, Großeltern oder Freunde haben keinen Zutritt mehr.

 

Auch unsere Erzieherinnen dürfen ihrer Arbeit derzeit nicht mehr direkt am Patienten nachgehen. Spiel- Bastel- oder andere Beschäftigungsangebote im Krankenzimmer sind nicht mehr möglich. Darum war auch hier ein Umdenken nötig. So sind Sabine Dick und Heike Engelsing für die Eltern im Patienten-Aufenthaltsraum ansprechbar und geben von dort aus Tipps und Anregungen für Beschäftigung. Seit Kurzem stellen Sie dort auch Kreativboxen zur Verfügung. So kann z.B. zwischen „Papierflieger basteln“, „Betonschalen gießen“ oder „Perlenarmbänder gestalten“ ausgewählt werden.

 

Seit Mitte Juli kommen endlich auch wieder die Klinik-Clowns zur „Visite“. Kontaktlos und absolut hygienisch werden sie dank der förderkreiseigenen Tablets auf einem Wägelchen in die Zimmer gerollt und bespaßen alle, die bespaßt werden wollen. Das Küchenteam des Förderkreises sorgt dafür, dass das Tablet von Zimmer zu Zimmer gerollt wird. Eine willkommene Ablenkung, denn der Elternteil, der zurzeit ein krankes Kind auf der Station begleitet, ist vollkommen auf sich allein gestellt. Er kann nicht mehr von einem anderen Familienmitglied abgelöst werden, oder kurz an der frischen Luft durchatmen, während ein Förderkreis-Mitarbeiter mit dem Kind im Zimmer bastelt.

 

Corona ist für die von uns betreuten Familien eine doppelte Belastung. Darum versuchen wir zu helfen, wie und wo es möglich ist. Danke, dass Sie uns dabei zur Seite stehen.

 

Verstehen. Da sein. Helfen. 


Die Online Clowns-Visite auf Station 4

Seit dem 9. Juli endlich wieder auf Station:

kontaktlos, absolut hygienisch, aber dafür umso spaßiger: Die online Clowns-Visite via Tablet!

 

Dank des förderkreiseigenen Tablets können die Clowns die Kinder endlich wieder besuchen.

Einmal die Woche kommen sie auf einem Wägelchen in die Zimmer gerollt und bespaßen alle, die bespaßt werden wollen. Das Küchenteam des Förderkreises sorgt dafür, dass das Tablet von Zimmer zu Zimmer gerollt wird. Auch wenn die Clownsvisite kontaktlos ist, wird dennoch das Equipment zwischen den einzelnen Patienten desinfiziert, denn Sicherheit geht natürlich vor.

 

Doch all das Desinfektionsmittel konnte den Spaß nicht nehmen, aus den Zimmern war eindeutig lautes Lachen zu hören. Danke, Clowns!


Abschied von der Kinderklinik

Nun ist es soweit: Am kommenden Montag zieht die Universitäts-Kinderklinik um. Damit ändert sich auch der Wirkungsort einiger unserer Mitarbeiter. Sie sagen „Auf Wiedersehen, Adenauerallee“ nach bis zu 33 Jahren!

 

Die letzten Wochen waren also nicht nur durch die Corona-Krise außergewöhnlich, sondern auch geprägt von intensivem Ausmisten, Sortieren und Packen.

 

Am Montag, dem 4. Mai, startet dann der erste Arbeitstag im neuen Eltern-Kind-Zentrum (ELKI) auf dem Venusberg. Auf der kinder-onkologischen Station werden wir unsere Hilfsleistungen selbstverständlich weiter anbieten. So wird Brigitte von Schweinitz die Patienten und Eltern in allen psychosozialen Belangen beraten und die Erzieherinnen Sabine Dick und Heike Engelsing den Kindern und Jugendlichen mit zahlreichen Beschäftigungsangeboten zur Seite stehen sowohl auf den Patientenzimmern also auch im neuen Spielzimmer.  

 

Wenn dann unser FAMILIENHAUS voraussichtlich im August ebenfalls eröffnet, können sie Ihre Angebote in den großzügigen Büro- und Kreativ- und Bewegungsräumen noch einmal deutlich ausweiten.

 

Wir wünschen einen guten Start und freuen uns darauf, so bald wie möglich nachzufolgen! 


Wie sieht eigentlich jetzt der Alltag im Elternhaus aus?

Seit Bekanntwerden der Ausbreitung des Corona Virus arbeiten wir im Elternhaus unter anderen Bedingungen, denn das Virus bedeutet für die erkrankten Kinder und ihre Familien eine doppelte Belastung.

 

Nicht nur bedroht das Virus das geschwächte Immunsystem und damit direkt das Leben der kleinen Patienten, auch die zusätzliche Isolierung macht den Familien zu schaffen.

 

Darum versuchen wir die Gefahr einer Infektion im Elternhaus maximal zu reduzieren und haben einige Maßnahmen durchgeführt.

U.a. wurde der Besucherverkehr wurde so gut wie eingestellt. In dringenden Fällen empfangen wir Gäste vor dem Haus. Wir tragen Atemschutzmasken und arbeiten in Wechselschichten, um auch die Kontakte untereinander zu minimieren. Mitarbeiter der Risikogruppe arbeiten, wenn möglich, im Homeoffice. Alle öffentlich zugänglichen Flächen werden von unserer Hauswirtschaft zweimal täglich gereinigt und desinfiziert.

 

Wir müssen sagen, das Arbeiten unter diesen Bedingungen ist nicht immer einfach. Uns fehlt der Austausch untereinander und das „bunte Treiben“, das sonst bei uns herrscht. Oft herrscht eine ungewohnte Stille, denn auch die Mitarbeiter mit kleinen oder schulpflichtigen Kindern müssen von Zuhause aus arbeiten.

 

Dennoch versuchen wir – insbesondere für unsere Bewohner – eine gewisse Normalität zu erhalten. Denn wir wissen, wie wichtig diese kleine Zerstreuung und dieser Hauch von Normalität für sie ist, wenn sie aus der Klinik zu uns kommen.

 

Darum möchten wir heute all unseren Mitarbeitern ein riesengroßes Dankeschön sagen, die in dieser schweren Zeit Tag für Tag ihr Bestes geben!

 

Gemeinsam auf Abstand – wir schaffen das!


Der Förderkreis bekommt ein neues Gesicht

Warum wir Neues wagen und Bewährtes erhalten