Was bedeutet Krebs bei Kindern? *

(*stark vereinfachte Darstellung)

Kinder die Krebs haben, kommen meist mit unspezifischen Beschwerden in die Klinik, z.B. mit Schmerzen, Müdigkeit, Blässe oder blauen Flecken und es ist so nicht zu erkennen, dass sie lebensbedrohlich krank sind. Eine detailiierte Übersicht, finden Sie auf der Webseite unseres Dachverbandes, der Deutschen Kinderkrebsstiftung.
Die typischen "Krankheitssymptome" wie Haarausfall, extreme Schmerzen, Übelkeit, Schwäche, angegriffene Schleimhäute usw. sind Folgen der Therapie.

Bei Krebs im Kindesalter wird in erster Linie Chemotherapie eingesetzt, da die bösartigen Zellen sich schneller teilen als die meisten normale Zellen, ist dies besonders wirkungsvoll. Je schneller sich Tumorzellen teilen, umso besser läßt er sich bekämpfen, denn durch die Chemotherapie wird im Körper gezielt das Zellwachstum unterbunden. Allerdings werden auch einige sich schnell teilende Zellen wie der Haare oder der Schleimhäute von der Chemo angegriffen. Dadurch fallen Haare aus und die Schleimhäute sind oft entzündet. Von der Chemo sind auch die Blutzellen betroffen und die Immunabwehr geschwächt. Damit ist die Behandlung aber auch grundsätzlich lebensbedrohlich für das erkrankte Kind, denn ohne ein intaktes Immunsystem ist das erkrankte Kind vieln, sonst harmlos verlaufenden Infekten hilflos ausgesetzt und bedarf einer intensiven Überwachung und entsprechenden Medikamenten. So zählen zu den Nebenwirkungen der Behandlung: Haarausfall, Übelkeit, Gewichtsverlust, Schmerzen und Entzündungen. Trotz der medizinischen Erkenntnisse und verbesserten Medikamente bedeutet die Krebstherapie immer noch eine massive körperliche und seelische Belastung für das Kind. Neben der Chemotherapie können zusätzlich noch Operation, Bestrahlung, sowie Knochenmarktransplantation oder gar Amputationen notwendig sein. Alles sehr belastendende Eingriffe, die ein erkranktes Kind ertragen muss. Die Therapie ist ein Gratwanderung mit dem Ziel, den Krebs zu vernichten, ohne, dass das Kind an der extremen Behandlung verstirbt. Aus diesem Grund sind alle Aktivitäten, die dem Wohl und auch dem Wohlbefinden des Kindes dienen von grosser Wichtigkeit und daher die Grundpfeiler der Arbeit des Förderkreises.
Durch moderne Behandlunsmethoden können heute rund 80% der Kinder diese Erkrankung überleben und die meisten können ein ganz normales Leben führen. Doch bei einigen kann auch noch nach vielen Jahren ein Rezidiv auftreten, ein Rückfall der Ersterkrankung. In solchen Fällen liegen die Heilungschancen im unteren Bereich.

So bleibt für die gesamte Familie auch Jahre nach der erfolgreich abgeschlossenen Behandlung die Angst, dass die Krankheit wieder auftreten könnte. Die vielen regelmäßigen Nachuntersuchungen sind darum auch immer von negativen Emotionen begleitet.

So bleibt auch Jahre nach der überstandenen Erkrankung die Angst bestehen und trotz aller Fortschritte ist Krebs immer noch die zweithäufigste Todesursache im Kindesalter. Was auch verdeutlicht, warum eine gemeinsame Anstrengung im Bereich der Forschung so wichtig ist.

Was bedeutet die Diagnose für die Eltern?

Die Diagnose „Ihr Kind hat Krebs“ trifft die Familien fast immer wie ein Blitz aus heiterem Himmel; und wenn wir sagen, "da bricht eine Welt zusammen", kann das nur einen Bruchteil dessen beschreiben, was eine Familie gefühlsmäßig durchmacht.
Die Diagnose ist ein Schock, gefolgt von Ängsten um das Kind und Hilflosigkeit angesichts einer Situation, die vollkommen unbekannt ist. Der Alltag wird augenblicklich auf den Kopf gestellt. Bei Krebs ist nicht nur das Kind krank, sondern die ganze Familie wird von der Krankheit aufs äußerste belastet.
Wenn beide Eltern berufstätig sind, muss meist ein Elternteil seine Arbeit aufgeben, um ständig für das erkrankte Kind da zu sein und es zu versorgen. Geschwister treten in den Hintergrund und fühlen sich oft allein gelassen, aber auch verantwortlich für Aufgaben die die für sie neu sind. Sie benötigen zusätzliche Betreuung und auch kindgerechte Informationen, damit auch sie mit der Krankheit ihres Bruders oder ihrer Schwester umgehen können. Tägliche Fahrten in die Klinik, Übernachtungs- und Betreuungskosten sind nur ein kleiner Teil der neuen zusätzlichen Belastungen. Hier unterstützen wir durch den psychosozialen Dienst persönlich, insbesondere auch bei Verwaltungs- und Behördenangelegenheiten.

Stark vereinfacht dauert eine Therapie ein Jahr und die Hälfte der Zeit verbringt das Kind im Krankenhaus. Dies stellt eine extreme Belastung für die Familien dar, die organisiert, bewältigt und dauerhaft aufrechterhalten werden muss. In all diesen Bereichen hilft der Förderkreis den Familien mit verschiedenen Angeboten. Auch in der Zeit der Nachsorge helfen wir. Denn die Kinder haben oft über einen langen Zeitraum und manchmal ein Leben lang unter der Krankheit und den Nebenwirkungen der Therapie zu leiden. Gerade in der Zeit nach einer Therapie bedeutet jedes Fieber, jeder Infekt eine Rückkehr ins Krankenhaus mit der Angst vor einem Rezidiv, also einem erneuten Ausbruch der Krankheit.

Leider in in manchen Fällen eine Heilung nicht möglich. Das Kind und seine Familie benötigt dann eine spezielle begleitende Palliativbetreuung. Sie beinhaltet auch psychosoziale Versorgung wenn die Familien mit dem Verlust eines geliebten Kindes fertig werden müssen.

 

Familien mit einem krebskranken Kinden brauchen unsere Hilfe.

Helfen Sie uns zu helfen.


Wissenswertes & Links

Die Diagnose „Krebs“ verändert vieles, manchmal alles. Gerade weil die Diagnose für Familien so einschneidend ist, möchten wir Ihnen hier einen Überblick über die unserer Meinung nach wichtigsten Links geben.


Partner

Kinderonkologie
Kinderkrebsstation der Universitätsklinik Bonn an der Adenauerallee, mit der unser Förderkreis und Elternhaus eng zusammenarbeiten
http://www.kinderklinik-bonn.de/index.php?id=113


Deutsche Kinderkrebsstiftung
Dachverband der regionalen Eltern- und Fördervereine. Auf den Seiten gibt es neben den Infos über die Arbeit vielfältige Informationsangebote und detailierte fachliche Informationen zu Krebs im Kindesalter.
www.kinderkrebsstiftung.de

 

DKMS
Deutsche Knochenmarkspenderdatei, die weltweit größte Datei von möglichen Spendern für Leukämiekranke
www.dkms.de/de


Informationen für Betroffene

Kinderkrebsinfo
Umfassende Informationen über Kinderkrebs (Arten, Therapien, Heilungs-Chancen) für Betroffene sowie medizinisches Fachpersonal
www.kinderkrebsinfo.de/index_ger.html

 

Kinderkrebsstiftung: Infos zu Krankheitsbildern
Insbesondere Informationen zu den verschiedenen Krebsarten bei Kindern und Kurzinformationen für Patienten
www.kinderkrebsstiftung.de/krebs-bei-kindern/krankheitsbilder.html

 

Kinderkrebsregister
Das Deutsche Kinderkrebsregister erfasst seit 1980 die Daten der Kinderkrebserkrankungen in Deutschland und wertet sie nach verschiedenen Gesichtspunkten aus
www.kinderkrebsregister.de

 

Kinderkrebsnachsorge
Deutsche Kinderkrebsstiftung für das chronisch kranke Kind mit Unterstützung der Nachsorgeklinik Tannheim
www.kinderkrebsnachsorge.de

 

Info-Materialien der Kinderkrebsstiftung
Bestellung online möglich
www.kinderkrebsstiftung.de/krebs-bei-kindern/infomaterial/informationsmaterial.html


Ferien, Freizeiten und Rehabilitation

Waldpiraten
Nachsorge-Camp der deutschen Kinderkrebsstiftung in Heidelberg
www.waldpiraten.de

 

Kinderkrebsstiftung: Infos zu Rehabilitationskliniken
Liste der Einrichtungen von familienorientierter Rehabiltitation
www.kinderkrebsstiftung.de/nachsorge/rehabilitation.html


Trauerbegleitung

Bundesverband Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland e.V.
www.veid.de


International

Childhood Cancer International ist eine Organisation die seit 1994 unter ihrem Dach 180 Elterngruppen aus 90 Länder repräsentiert und sich für krebskranke Kinder aus aller Welt einsetzt.

http://www.childhoodcancerinternational.org

Informationen on Cancer in English  / Información sobre el Cáncer en español
US-National Cancer Institute
www.cancer.gov/about-cancer

1 Bei unseren Shop-Produkten handelt es sich rechtlich gesehen um Spenden, denn Sie erhalten keine Gegenleistung von uns für Ihre Spende. Der Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche Bonn e.V. ist eine vom Finanzamt Bonn Innenstadt anerkannte gemeinnützige Organisation und wir sind berechtigt Spendenbescheinigungen auszustellen. Aus diesem Grund weisen wir keine Mehrwertsteuer aus.